
Weniger tödliche Unfälle in der Landwirtschaft
Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist die Anzahl tödlicher Unfälle in der Landwirtschaft zurückgegangen. Dennoch kame...
Das Unfallrisiko für Personen, die in der Landwirtschaft arbeiten, ist gross. Im vergangenen Jahr sind 20 Menschen dabei tödlich verunglückt. Bei drei Ereignissen kamen Kinder und bei zwei Ereignissen Drittpersonen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Aktivitäten ums Leben. Dies vermeldet die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL).
Letztes Wochenende eröffnete die BUL an ihrem neuen Standort in Strengelbach AG das Agri-Safety-Center. Im Neubau gibt es verschiedene Kursräume, einen Shop für persönliche Sicherheitsausrüstung sowie zeitgemässe Büroräumlichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BUL.
Nun können Kursteilnehmende direkt vor Ort üben, sicher mit Staplern, Hebebühnen oder Frontlader zu arbeiten. Auch ein Hochsilo gibt es im Center sowie ein Dach, an denen das Arbeiten mit der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz geübt werden kann.
Der Arbeitsalltag in der Landwirtschaft birgt zahlreiche, oft unterschätzte Risiken im Umgang mit Maschinen, Tieren, Gefahrstoffen oder beim Arbeiten in landwirtschaftlichen Gebäuden.
Eine realistische Risikowahrnehmung ist entscheidend, um Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit zu schützen. Analysen von Unfällen in der Landwirtschaft zeigen jedoch auch, dass im Vorfeld des Ereignisses oft bewusst oder unbewusst hohe Risiken eingegangen wurden.
Die neue Kampagne «Risiko runter!» der BUL soll in den nächsten zwei Jahren Menschen in der Landwirtschaft für einen sichereren Umgang mit Risiken sensibilisieren. Die Kampagne fördert durch Aufklärung und praxisnahe Tipps eine Sicherheitskultur, die Risiken senkt und die Arbeit für alle sicherer macht. Die Kampagneninhalte sind gegliedert in Strassenverkehr, Maschinen, Gase, Infrastruktur und Tiere.
Mehr Informationen: www.risikorunter.ch.
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