Warum es eine vielfältige Landwirtschaft braucht und doch nicht jeder Betrieb vielfältig sein muss
«Liegt die Zukunft der Berner Landwirtschaft in der Vielfalt?» – dieser Frage gingen die Macher vom Agrarpolitik-Podc...

Die Bürokratie in der Landwirtschaft nimmt seit vielen Jahren zu. Die Bäuerinnen und Bauern leiden zunehmend darunter und fordern Vereinfachungen. Nachdem bereits die Kontrollen vereinfacht wurden, ist das Verordnungspaket 2026 der zweite Schritt in diese Richtung.
Der Bundesrat sieht 14 Anpassungen vor, die sich vor allem auf Massnahmen für die Direktzahlungen konzentrieren. Dadurch würden bis zu 600 Kontrollpunkte wegfallen.
Die vorgeschlagenen Änderungen seien keineswegs eine Kurzschlussreaktion, erläutert Christian Hofer, Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft vor den Medien. Der öffentliche Druck sei nicht der Haupttreiber hinter der angestrebten administrativen Vereinfachung. Dies sei eine permanente Arbeit, die schon seit 2016 diskutiert wird.
Die Hauptziele des Verordnungspaketes sind, die Landwirtschaftsbetriebe administrativ zu entlasten und ihnen mehr Handlungsspielraum zu geben. Trotz den Vereinfachungen soll der Wirkungsverlust möglichst gering sein.
Der Bundesrat hat die Änderungsvorschläge am 28. Januar 2026 in die Vernehmlassung geschickt. Bis zum 6. Mai 2026 können nun Kantone, Parteien und interessierte Kreise dazu Stellung nehmen. Im Herbst entscheidet der Bundesrat, was sich für die Landwirtinnen und Landwirte ab 1. Januar 2027 definitiv ändert. Danach soll es für sie keine Änderungen mehr geben, bis zur neuen Agrarpolitik 2030+. Die administrative Vereinfachung wird mit dieser weitergehen.
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