Nach Jahren des Sparens: Agridea erhält wieder mehr Mittel
Nach jahrelangen Kürzungen erhält Agridea künftig wieder mehr Geld vom Bund. Das Parlament hat beschlossen, den Beitr...
Nach schrittweisen Kürzungen durch den Bund seit 2014 gibt es ab 2026 wieder mehr Mittel für Agridea. Das erhöhte Grundmandat von 8 auf 9,2 Millionen Franken fliesst in bestehende und neue Projekte, u.a. zur Sicherung der bäuerlichen Einkommen, zur Stärkung von Ertrags- und Produktionssicherheit, in Smart Farming und in die Weiterentwicklung digitaler Tools.
Die erhöhten Mittel erlaubten es der Agridea, den wachsenden Beratungsbedarf zu decken sowie den neuen Bedürfnissen der Beratung gerecht zu werden, so Agridea-Direktor Lukas Kilcher.
Die Zahlen aus dem Betriebsjahr 2025 sprechen für die hohe Nachfrage nach Agridea-Dienstleistungen: 115 Kurse, 95 Prozent Zufriedenheitsrate, über 54’000 Downloads und 37’500 Publikationen. Bei den Kursen wächst der Onlineanteil kontinuierlich. Schwierig gestaltet sich die Umsetzung von hybriden angeboten. Auch bei Softwarelizenzen zeigt sich, dass digitale Werkzeuge im Betriebsalltag angekommen sind.
Finanziell schloss die Agridea trotz Budgetdruck im Jahr 2025 nur knapp im Minus ab, was angesichts des um zwei Prozent gekürzten Grundmandats und gestiegener Tarife als Erfolg gewertet werden darf. Externe Projekte legten deutlich zu und kompensierten einen Teil des Ausfalls.
Mehrere Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet, darunter Vizepräsident Jean-Paul Lachat nach sieben Jahren. Neu in den Vorstand gewählt wurden Sabine Müller, stellvertretende Direktorin von Grangeneuve und Michel Darbellay, künftiger Leiter Service de l’économie rurale Kanton Jura sowie Manuel Haldemann für die Junglandwirte.
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