Opfer der eigenen Effizienz
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Unser Einkaufsverhalten gibt Aufschluss über wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklungen. Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erfasst, welche Produkte und Dienstleistungen für Haushalte wichtig sind und wie viel sie im Durchschnitt dafür ausgeben. Der aktuelle Warenkorb 2025 des Bundesamtes für Statistik zeigt: Rund 10,9 % wirft ein durchschnittlicher Haushalt für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf. In den frühen 2000er Jahren wurden noch etwa 15–18 % des Haushaltsbudgets für Lebensmittel ausgegeben. Die Ausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel haben sich in der Schweiz in den letzten 20 Jahren deutlich reduziert
Und die BFS-LIK-Daten zeigen weiter: Während frische Produkte wie Brot, Milch und Fleisch Klassiker bleiben, gewinnen Fertigprodukte und Convenience-Food an Beliebtheit. Pflanzliche Alternativen für Milch und Fleisch werden häufiger nachgefragt.
Bei unserem Einkauf entscheiden wir uns für oder gegen ein bestimmtes Lebensmittel, folgen so vielleicht einem Trend oder einfach dem Portemonnaie. Auf jeden Fall aber formen wir damit unbewusst auch die Esskultur der Schweiz.
Mit der nationalen Ernährungserhebung menuCH hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV vor 10 Jahren erstmals Daten erhoben, um mehr darüber zu erfahren, wie und was die Menschen in der Schweiz essen und wie ihr Bewegungsverhalten aussieht. Die Daten von damals zeigen Tendenzen, die mit Blick auf den aktuellen Warenkorb auch heute noch gültig sind:
Nicht nur statistische Daten belegen den Wandel unserer Essgewohnheiten – auch das allseits bekannte Schulkochbuch Tiptopf reflektiert diesen. Seit 1986 lernen Schweizer Schülerinnen und Schüler mit diesem Buch kochen, und im Laufe der Jahrzehnte haben sich sowohl die Rezepte als auch die Bildsprache an die sich verändernden gesellschaftlichen Trends angepasst. Während früher vor allem deftige Fleischgerichte dominierten, sind heute vermehrt pflanzliche Gerichte, internationale Einflüsse und schnelle Rezepte im Fokus.
Auch die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) haben sich über die Jahrzehnte gewandelt. So wurde die Ernährungspyramide angepasst, was auch für Kritik sorgte.
Die Schweiz isst heute schnell und praktisch. Zeitmangel und der Griff zu Fertigprodukten gehören für viele zum Alltag. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Regionalität und Nachhaltigkeit, wobei der Preis oft über den Kauf entscheidet. Die Digitalisierung und Globalisierung bringen neue Ernährungstrends, während digitale Rezeptportale dazu führen, dass immer mehr Menschen neue und vielfältige Ernährungsstile ausprobieren. Auch demografische Veränderungen, wie eine alternde Bevölkerung und neue Familienstrukturen, beeinflussen die Prioritäten in der Essenszubereitung und tragen zum Wandel bei.
Trotz geänderter Gewohnheiten in unserer Ernährung bleibt der Einfluss auf unsere Gesundheit und die Umwelt bestehen. Und als verbindendes Element – was könnte besser sein als ein gutes Essen mit Freunden und Familie – wird unsere Nahrung weiterhin ein zentraler Bestandteil unserer Gesellschaft bleiben.
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