Bäuerinnen und Bauern

Hofname

Der Hof- oder Betriebsname ist das Grundelement deines Auftritts. Mit ihm bist du kein namenloser Betrieb unter vielen anderen, sondern profiliert und unverwechselbar.

Mit dem bestehenden Namen arbeiten

Heisst dein Hof oder Betrieb Gumme (topografisch), Sternegg (geografisch) oder Pfisterhof (früherer oder aktueller Besitzer), behältst du diesen natürlich bei. Gibt es in der näheren oder weiteren Umgebung andere Betriebe mit dem gleichen Namen, beispielsweise Waldhof oder Hubelhof, machst du ihn mit dem Zusatz des Familien- oder Ortsnamens unverwechselbar: Waldhof Kühwil, Furrer Hubelhof.

Einen neuen Namen finden – im Aussiebverfahren

Beginne mit mindestens 10 unterschiedlichen Ideen – Schritt 1. Siebe sie anhand der Schritte 2 bis 5 nach und nach aus, bis der überzeugendste Name übrigbleibt.

  1. Erfinde: Schreibe grosszügig realistische und scheinbar unrealistische Namen auf. Erfinde Namen zu verschiedenen Ansätzen, die nachstehend aufgelistet sind. Aus diesen Vorschlägen leuchtet eher der Name auf, der überzeugt. Und vielleicht auch einer, an den du spontan gar nicht gedacht hättest.
    • Familienname, wenn du lieber als Produktionsbetrieb statt als Bauernhof wahrgenommen willst – beispielsweise Denzler, Denzler Hofprodukte, Biohof Denzler.
    • Vorname, wenn du mit deiner Leidenschaft für den Hof stehst: Ferdihof, Annahof, Chrigu.
    • Landschaftsmerkmal, topografische Lage: Mooshof, Weidhof, Fischbachhof.
    • Flurname, geografische Ortsbezeichnung: Längholzhof, Stadthof, Bachbühlhof, Augstmatt.
    • Nutz- oder Wildtier (kann auch im Logo verwendet werden): Rinderhof, Lerchenhof, Wieselhof.
    • Nutz- oder Wildpflanze (kann auch im Logo verwendet werden): Spargelhof, Dinkelhof, Lindenhof, Rosenhof, Alpenrose.
    • Kompetenz, besonders Angebot: Naturhof, Ferienhof, Paradieshof.
    • Figur, Maskottchen, wenn du Familien für deinen Erlebnishof einlädst: Strohmax, Kräuterlies, Heinzelhof.
  2. Kombiniere: Ergänze den Hauptbegriff mit einem Zusatzbegriff wie Biohof, Ferienhof, Gemüse und Früchte, Familie Burkhard, Hochwil.
  3. Sichere dich ab: Checke im Internet, ob der Name nicht schon vergeben oder – noch wichtiger – markenrechtlich geschützt ist. Wähle keinen Namen, der in der Werbung und PR von Detailhandel und Tourismus oder in einem Film genutzt wird, das gibt sonst Ärger. Checke ebenfalls, ob du ihn als Domainnamen für die Website nutzen kannst.
  4. Prüfe: Ist dein Name einzigartig, einprägsam, gefällig und positiv, treffend, unmissverständlich, leicht auszusprechen, praktisch für die grafische Anwendung und als Domainname im Internet?
  5. Teste: Wie kommt der Name bei Aussenstehenden spontan an? Wie fühlt er sich an: kräftig, langweilig, positiv, einladend, abstossend, naturnah, kompetent? Welches Bild taucht in der Vorstellung als erstes auf?

Tipp

Bindestrich oder nicht? Die deutsche Sprache bietet die Möglichkeit, zwei oder mehrere Hauptwörter in einem Wort zu schreiben: Tannenhof, Huberhof, Lindenberghof, Schwarzbachbiohof. Nur wenn die Wortkombination schwer lesbar ist, wird sie mit einem Bindestrich geschrieben: Schwarzbach-Biohof. Zunehmend in Mode, aber orthografisch unzulässig ist, zwei Hauptwörter mit Leerschlag nebeneinanderzustellen: Tannen Hof, Huber Hof. Das ist im Englischen normal, in der deutschen Rechtschreibung spricht man vom «Deppenleerschlag».