Mehr Schweiz in der Flasche, als man denkt
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Es ist eine Szene, die kaum schweizerischer sein könnte: Ein kleiner Zug fährt gemächlich durch eine Miniaturlandschaft. Statt Modelleisenbahn-Figuren sitzen darin Menschen an gedeckten Tischen. Vor ihnen: Raclette, Wein, Cornichons. Die Lokomotive zieht ihre Wagen über Brücken und durch Tunnel, während das Raclette im Pfännchen kocht. Genau diese Bilder haben jetzt einen richtigen Internet-Hype ausgelöst.
Der Swiss Vapeur Parc in Le Bouveret VS hatte in den sozialen Medien ein Video des Raclette-Zugs während eines Firmenausflugs veröffentlicht. «Das Ganze war überhaupt keine gross angelegte Marketingkampagne, sondern ein ganz normales Video, das wir auf unseren Social-Media-Kanälen gepostet haben», sagt Patricia Richard, Marketingverantwortliche des Swiss Vapeur Parc. « Dass daraus ein solcher viraler Hit wird, ist für uns einfach unglaublich und wunderschön!»
Aktuell wurden rund 11 Millionen Aufrufe auf Instagram registriert, dazu kommen bisher knapp 160'000 Likes (Stand 28.09.). Französische und Westschweizer Medien griffen die Geschichte auf: Der Hype ist mittlerweile international. «Fast alle Medien aus dem Wallis und der Westschweiz haben darüber berichtet. Sogar der grosse französische Fernsehsender TF1 hat einen eigenen Beitrag über uns ausgestrahlt», freut sich Patricia Richard.
Hinzu kommen verschiedene Videos von Influencern, die den Park danach selbst besuchten. Ein Reel der Lifestyle-Influencerin Camille Bonvin hat nach sechs Tagen bereits 18 Millionen Aufrufe und 620'000 Likes.
Der Swiss Vapeur Parc ist ein Freizeitpark. Auf über 19'000 Quadratmetern verkehren Modelle von Dampflokomotiven und andere Züge durch eine Miniaturlandschaft mit nachgebauten Schweizer Gebäuden und Landschaften. Die Züge fahren auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke.
Der Park bietet verschiedene gastronomische Zugerlebnisse an, darunter den «Train Raclette». Die Gäste sitzen während der Fahrt an Tischen in den Wagen. Der Zug fährt mit rund vier Kilometern pro Stunde, damit genügend Zeit zum Essen bleibt. Bis zu 14 Personen können an einer Fahrt teilnehmen. Das Angebot existiert bereits seit 2024.
Führt der Online-Erfolg auch zu mehr Buchungen für das Angebot? «Es ist der absolute Wahnsinn! », lautet die Antwort von Patricia Richard. «Im Moment werden wir von Anfragen förmlich überrannt. Zum Glück haben wir aktuell traumhaftes Wetter, sodass wir flexibel reagieren und am Wochenende bis zu zwei Fahrten pro Tag anbieten können.»
Und auch Raclette Suisse freut sich am Erfolg: «Dass aus einem spontanen Video eines Firmenausflugs ein weltweiter Raclette-Buzz entsteht, hätten wir uns wohl kaum ausmalen können», sagt Geschäftsführer Jürg Kriech. «Für uns zeigt diese Geschichte einmal mehr, wie viel Emotion und Begeisterung in einem echten Schweizer Produkt wie Raclette Suisse steckt. Und wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Swiss Vapeur Parc Teil dieser besonderen Geschichte zu sein.»
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